Beileid bei Suizid: Die passenden Worte finden

Das Ableben eines Familienmitgliedes ist für die Hinterbliebenen immer ein tragisches Ereignis. Ob der geliebte Mensch durch Unfall, Krankheit oder Suizid zu Tode kam, ist für die Angehörigen im Moment der Trauer erst einmal unerheblich. Erst im Rahmen der Trauerbewältigung stellt sich die Frage, warum kam es zum Suizid und wie hätte man die Situation erkennen können.

Bei der Beerdigung werden diese Fragen nicht gestellt und die Familienmitglieder, Freunde und Arbeitskollegen möchten in diesem Moment von einem geliebten Menschen Abschied nehmen. Weiterlesen


Trauer Danksagung an das Beerdigungsinstitut: Was ist angebracht?

Im Trauerfall gibt es Vieles zu bedenken und zu erledigen. Die meisten Angehörigen sind mit diesen Aufgaben überfordert. Das Beerdigungsinstitut sorgt nicht nur für eine würdevolle Beerdigung, sondern nimmt verantwortungsvoll alle anstehenden Aufgaben in die Hand.

Der Tod eines Angehörigen kommt fast immer plötzlich und innerhalb kurzer Zeit sind etliche Dinge zu erledigen. Der Verlust und die Trauer beschäftigen die Hinterbliebenen so sehr, dass sie auf professionelle Hilfe angewiesen sind. Diese Hilfe bieten Beerdigungsinstitute an. Weiterlesen


Der Nachruf

Der letzte Weg eines Menschen ist ein Moment, in dem die Angehörigen gerade erst anfangen zu begreifen, was passiert ist. Sicherlich hat man schon ein paar Tage nicht mehr mit dem Toten sprechen können – keine Antworten mehr auf Fragen erhalten, die im Leben offen geblieben sind. Und dennoch muss man für den Rest der Welt an einen passenden Nachruf denken.

Nachruf ©flickr.com/schoschie
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Mit Kindern über den Tod reden

Spätestens wenn es zu einem Todesfall im engeren Familien- oder Bekanntenkreis kommt, fragen Kinder nach: Wo ist Omi jetzt? Da diese Frage selbst für einen Erwachsenen nicht leicht zu beantworten ist, kann es für Eltern hilfreich sein, sich darauf einzustellen, dass Kinder sich diesbezüglich Gedanken machen werden und eine Antwort bereit halten.

Grab ©flickr.com/tjuel
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Empfinden Tiere Trauer?

Gefühle sind menschlich, doch auch Tiere haben Gefühle. Der Mensch vergisst dies oftmals. Vieles ist uns noch gar nicht klar. Auch ein Tier verspürt Angst. Stellen wir uns ein Reh vor, welches von einem Rudel Wölfe gejagt wird. Dieses Reh wird sicherlich Angst verspüren. So ist es auch mit vielen anderen Gefühlen.

Können Tiere trauern?

Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig zu wissen, was Trauer eigentlich ist. Denn Trauer wird häufig mit anderen Gefühlen verwechselt. Hören wir von Mitmenschen, dass sie einen Verlust erlitten haben, stehen wir ihnen bei. Doch das ist keine Trauer. Wir trauern nicht um den Verlorenen. Wir haben Mitleid. Mitleid für den Hinterbliebenen und Mitleid für einen zum Beispiel jung Verstorbenen. Trauer ist gleichzusetzen mit Unsicherheit. Eine alte Gewohnheit oder eine wichtige Person geht verloren. Wir verlieren unseren Halt und müssen uns neu orientieren. Diese Unsicherheit vor dem Neuen/Unbekannten ist die Trauer.
Um Trauer zu verspüren, müssen soziale Verhältnisse vorherrschen, dies ist bei vielen Tierarten so. Herden, Rudel, Sippen. Viele Tiere leben in Gemeinschaften. Außerdem werden bestimmte Hirnstrukturen benötigt, diese besitzen alle Wirbeltiere.

Einige Beispiele für die Trauer der Tiere

Elefanten leben in großen Familienverbänden. Stirbt ein Jungtier, bleibt die Mutter oft tagelang an dessen Seite. Sie bewacht den Leichnam, versucht das Kalb auf die Beine zu bringen. Stirbt ein erfahrenes Alttier, kommt die Familie immer wieder an dessen Sterbeort zurück. Es wurde beobachtete, wie sie wochenlang in diesem Gebiet blieben. Sie lassen die Rüssel hängen, stupsen den Toten immer wieder an und ziehen erst weiter, wenn alle dazu bereit sind.
Hunde vermissen ihre Besitzer. Wenn ein Besitzer stirbt, kommt es vor das ein Hund tagelang nichts frisst, sie jaulen und suchen. Dasselbe Verhalten wurde in Hundegruppen beobachtet. Selbst eine Beziehung zwischen Hund und Katze kann so eng sein, dass der eine den Anderen vermisst.

Also können Tiere trauern?

Ja, eine gewisse Trauer können auch sie verspüren, nur sollte es nicht zu sehr vermenschlicht werden.


Wie gehen Kinder mit Trauer um?

Generell wird der Trauerprozess in verschiedene Phasen unterteilt, die sich grob in vier Abschnitte gliedern lassen: Leugnung, Gefühlschaos, Anerkennung der Realität, Verarbeitung und Annahme des Todes. Diese Phasen verlaufen nicht linear und der Trauernde fällt häufig in eine bereits durchlaufene Phase wieder zurück. Da für Kinder der Tod etwas sehr abstraktes darstellt, und je nach Alter nur unzureichend rational erfasst werden kann, trauern Kinder auch anders als Erwachsene.

Trauer ©flickr.com/david_shankbone
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Suizid – Wer zurück bleibt

Selbstmord ist eine Thematik, der man im täglichen Leben zwar begegnet, die man aber im Trubel der Zeit selten an sich heran lässt. Sie ist in unserer Gesellschaft sehr tabuisiert und man ist froh, wenn sie das eigene Leben nicht tangiert. Selten lösen Fälle wie Robert Enke hier überhaupt noch größere Betroffenheit aus.
Aber Suizid tangiert nicht – er überfällt; mit aller Gewalt.

Statistisch gesehen:

Jeden Tag sterben acht Jugendliche durch eigene Hand. Das Statistische Bundesamt gab für 2010 eine Zahl von 10.021 Toden durch Suizid aus. Zwar fiel der Trend zwischen 1995 und 2009 um 32,1 Prozent, die Zahlen sind aber weiterhin erschreckend.
Offiziell wird Selbstmord unter vorsätzliche Selbstbeschädigung (ICD-10: X60-X84) verbucht. Es gäbe wohl kaum eine Art und Weise, dem Leid, das erzeugt wird, noch weniger gerecht zu werden.

Die Ursachen:

Die Auslöser für eine Selbsttötung sind sehr vielfältig. Häufig sind psychische Erkrankungen Ursache für die Entscheidung, dass man nicht mehr leben möchte, will, kann. Vor allem schwere Depressionen und Borderline, aber auch psychotische Erkrankungen forcieren eine Denkweise des Betroffenen, einen Tunnelblick, der das Weiterleben unmöglich machen kann. Dies ist oft ein langer Prozess.
Nicht selten sind aber auch nicht geplante Suizide, ausgelöst vor allem bei Jugendlichen durch beispielsweise überwältigende Trennungen von geliebten Menschen. Bei diesen Impulshandlungen muss keine psychische Symptomatik zugrunde liegen.

Wie weiter machen? Wer zurück bleibt:

Eine unglaubliche Bürde tragen Angehörige und Freunde. Nicht selten sind dabei Schuldgefühle im Spiel, Vorwürfe, weil man glaubt, nicht zugehört, nicht ernst genommen zu haben.
Wichtig ist hier ein familiärer Zusammenhalt und Beistand. Die Hinterbliebenen sollten sich in Gesellschaft begeben und vor allem: Darüber sprechen.
Psychiater, Psychologen oder Selbsthilfegruppen können einen wichtigen Prozess der Findung von Antworten, vor allem aber von Entlastung von selbst – fälschlich – empfundener Schuld unterstützen.
Es ist von existentieller Bedeutung, zu erkennen, dass die Frage nach der Schuld nicht gestellt wird, dass der Hinterbliebene sich nicht für das Handeln des Toten verantwortlich machen kann, so schmerzlich das auch sein kann, wo so oft doch gern ein Schuldiger gefunden werden will. Doch hier geht es um etwas ganz anderes:
Um Bewältigung und vor allem darum, den Mut selbst nicht zu verlieren, dem Leben trotz aller Schwierigkeiten entgegen zu sehen.


Kondolieren – aber richtig

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist man oft sprachlos. Diese Sprachlosigkeit dann noch in Worte zu fassen, ist sehr schwer. Vielen Menschen ist es jedoch ein Bedürfnis, in einem Kondolenzschreiben oder in einer Kondolenzkarte sein Mitgefühl auszudrücken und dem Hinterbliebenen zu schicken.

Kondolenz ©flickr.com/Brett Jordan
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Emotionale Lieder zum Thema Trauer

Trauer ist eines der schwierigsten Themen, die ein Mensch in seinem Leben verarbeiten muss. Dabei ist die Trauer um eine zerbrochene Beziehung nicht halb so schwierig wie die Trauer um einen lieben Menschen. Denn der endgültige Verlust einer geliebten Person ist eigentlich das letzte, was ein Mensch in seinem Leben erleben möchte. Daher ist es immer gut, wenn Eltern vor den Kinder sterben und nicht umgekehrt. Doch in vielen Liedern wird der Tod von Kinder besungen, so als wolle man die Seele der Toten anrühren und sie um einen Windhauch bitten.

Emotionen verarbeiten

Es gibt viele Wege, Trauer zu verarbeiten. Es gibt die Möglichkeit, mit anderen Menschen zu sprechen, eine echte Therapie zu machen – professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – und man kann selbst poetisch werden. Schreiben, sich alles von der Seele schreiben, hilft immer wieder. Genauso kann man anfangen Lieder zu schreiben und sich den Kummer von der Seele singen und weinen. Doch schon viele Dichter und auch Denker haben in den letzten Jahrtausenden genau das getan. Sie haben Lieder über die Trauer geschrieben. Denn seit Existenz des Menschen trauern Menschen um andere Menschen. Jeder verliert im Leben Personen, die er liebt oder die er plötzlich im Alltag vermisst.

Emotionale Lieder

Fast alle Lieder sind emotional, sie sind mit Noten versehen Gedichte, die man nicht sprechend sondern singend vorträgt. Emotionen zu singen, den eigene Körper als Klangkörper, als lebendige Einheit zu erleben, hilft Kummer zu verarbeiten, die Trauer zu bewältigen. Doch auch Menschen, die eher still sind und nicht singen mögen, können immer wieder zuhören, wenn andere Menschen emotionale Lieder singen. Auch der Klang der Trauer im Ohr, die mit dem Sänger geteilt wird, ist heilsam und tröstlich. Heute ist es auch einfach solche Lieder zu hören, man muss nur zur so genannten Konserve greifen, der CD.


Beileidsbekundungen mit Fingerspitzengefühl

Irgendwann kommt es vor, dass ein geliebter Mensch von uns geht. Doch wie sollte man sich verhalten, wenn man nicht direkt betroffen ist und jemandem beistehen möchte, der sich noch in der Trauerphase befindet? In so einer sehr sensiblen Situation ist es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, da man in so einem Moment das richtige Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen benötigt.

trauer ©flickr.com/juliejordanscott
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